KAPITEL I „The Dark Side of the Moon“. Kühle dunkle Aromatik umweht den Wein. Ein Wein wie ein Befreiungsschlag: Schroffe Mittel führen zum Ziel. Immer gegen ein Zuviel ankämpfen, ein Zuviel an Banalität. Die Süße eindämmen mit allen zur Verfügung stehenden Mittel, zugunsten von widerspenstigen Aromen. Zarte Bitterkeit von wilden Rauken, pikante Säure, die mühevoll erarbeitet wird aus den heißen, pannonischen Ebenen. Alte Rebstöcke, die auf der Suche nach Nahrung tief unter dem Humus in Schottergründen wurzeln. Wie sonst soll diese unergründliche Tiefe wachsen. Fässer mit einem Vermögen von 1200 und 500 Liter und kein Milliliter darunter, denn schließlich müssen sie leben und nicht nur überleben. Als würde man im Alb in einen dunklen Brunnen fallen und ewig fallen......bis man auf weichen Rasen fällt, noch feucht vom Morgentau. Erstaunt blickt man sich um, findet sich in einem fruchtbaren Garten. Jedoch, man darf sie nicht ernten, die reifen, verlockend süß duftenden Früchte...... Aufwachend erahnt man die Möglichkeiten des Seins. Schliesslich beweisen die nach dunklen Johannisbeersträuchern duftenden Hände die Existenz dieses Gartens. Und die saftige Kühle des Brunnenweins, dieses Urweins.
Alc.12.5%Vol 0,75L

Tschida Illmitz - Kapitel 1