HIMMEL AUF ERDEN Eine Hommage an Alfred Hrdlicka. Die Engerln treiben Schabernack, willige Frauen ergötzen sich am Wein, und irgendwo zwischendrin blitzen die runden Brillen vom Schubert-Franzl hervor: Ziemlich irdisch, höchst sinnenfroh und ein wenig aufmüpfig stellte der im Dezember 2009 verstorbene Alfred Hrdlicka den »Himmel auf Erden« in seiner gleichnamigen Radierung aus dem Zyklus Schubert (1982) dar. Genau diese Atmosphäre des unbekümmerten Genusses diente als Inspiration zu einer önophilen Hommage an Hrdlickas Werk. Das Etikett, das einen Ausschnitt aus dem namensgebenden Bild zeigt, macht diesen Wein auch für Sammler interessant. Der Name ist Programm – wenn man den Himmel schmecken könnte, dann, ja dann könnte er sich tatsächlich so ähnlich präsentieren. »Himmel auf Erden« duftet zart nach Pfirsich und zeigt bei aller Blütenfinesse eine dunkle Note. Auch mineralische Anklänge sind bereits im Bouquet erkennbar. Am Gaumen hinterlässt die Cuvée geradezu paradoxe Eindrücke. Die Pfirsichfrucht mit leicht nussigen Komponenten wirkt zunächst feingliedrig und feminin. Schnell wird aber klar, dass der Wein über einen kraftvollen Kern verfügt und Druck am Gaumen entwickelt. Eine straffe, ­fokussierte Mineralik verbunden mit angenehm präsenter Säure sorgt für Balance und Nachhaltigkeit. Der »Him­mels­trunk« lässt sich Zeit mit dem Abgang, seine Aromen klingen noch lange nach – aber der Aufenthalt im Paradies wird dereinst ja schließlich auch ein längerfristiger sein.
Alc.12.5%Vol 0,75L

Tschida Illmitz - Himmel auf Erden